01 · Überwachungsraster
Kontinuierliche Gebietsüberwachung durch einen Beobachtungsschwarm. Der Bediener entscheidet über die Reaktion beim ersten Sensorkontakt.
- 1. Beobachtungsdrohnen fliegen wählbare Suchmuster (Linien, Gitter oder gestaffelte Ellipsen).
- 2. Zwei feste Relaisstationen sichern die Kommunikationsanbindung.
- 3. Bei Kontakt pausiert das System für die Entscheidung des Bedieners.
- 4. Der Bediener weist ein neues Ziel zu, ignoriert den Kontakt oder befiehlt die Rückkehr zur Basis.
02 · Logistikversorgung
Eine Frachtdrohne fliegt mit zwei Begleitdrohnen einen geplanten Korridor zu einer vorgeschobenen Landezone; die Landung erfolgt erst nach Freigabe.
- 1. Die Frachtdrohne fliegt in Korridorhöhe, die Begleiter kreisen in unmittelbarer Nähe.
- 2. Entscheidungspunkt: Landezone sicher – Freigabe, Umleitung oder Abbruch.
- 3. Die Fracht sinkt ab und landet; die Begleiter halten die Überwachung aufrecht.
- 4. Die Formation kehrt geschlossen zum Depot zurück.
03 · Evakuierungskorridor
Evakuierung von Verletzten entlang eines vorbereiteten Korridors durch unbemannte Bodenfahrzeuge (UGV) unter ständiger Luftüberwachung.
- 1. Die Luftüberwachung klärt den Korridor im Mäander-Suchmuster auf.
- 2. Entscheidungspunkt: Korridorfreigabe für den Konvoi – Genehmigen, Ausweichen oder Stopp.
- 3. Bodenfahrzeuge bringen den Konvoi zum Evakuierungspunkt.
- 4. Der Luftschwarm sichert bis zum Abschluss der Übergabe.
04 · Abfangen per Mutterschiff
Schutz eines Bereichs mit einer Mutterschiff-Drohne, die Abfangdrohnen mitführt. Die Freigabe richtet sich genau nach der aktuellen Bedrohungsstärke.
- 1. Das Mutterschiff patrouilliert mit voller Nutzlast im Schutzsektor.
- 2. Bei einer Erkennung hält das Mutterschiff Sicherheitsabstand zum Bedrohungszentrum.
- 3. Freigabe von Abfangdrohnen entsprechend der Bedrohung plus Reserve; die übrigen Drohnen bleiben gesichert.
- 4. Die Abfangdrohnen neutralisieren die Ziele; das Mutterschiff schließt die Patrouille ab.
05 · Bodenbatterie
Punktverteidigung mit ortsfester Abfangbatterie und elektrooptischen Sensormasten; der Bediener erteilt vor jedem Start die Freigabe.
- 1. Elektrooptische Masten überwachen den Luftraum laufend auf anfliegende Ziele.
- 2. Bei einer Erfassung hält der Ablauf für die Autorisierung durch den Bediener an.
- 3. Entscheidung des Bedieners: Feuer frei, Feuer halten oder Abbruch.
- 4. Nach Freigabe setzt die Batterie je Ziel ein Abfangdrohnen-Paar ein, bis der Luftraum frei ist.
06 · Hybride Drohnenabwehr (zwei Schichten)
Zweischichtige Verteidigung: Ein fliegendes Mutterschiff deckt die äußere Reichweite ab, eine Bodenbatterie hält die innere Reserve für die manuelle Freigabe bereit.
- 1. Anfliegende Ziele werden auf maximale Entfernung durch das Mutterschiff bekämpft.
- 2. Die Bodenbatterie hält Feuerbereitschaft; der Bediener beobachtet die Wirkung.
- 3. Entscheidungspunkt: Innere Schicht freigeben, halten oder Bereitschaft aufheben.
- 4. Nach Freigabe neutralisiert die Bodenbatterie durchgebrochene Restziele.
07 · Bodenpatrouille & Perimeterschutz
Ein Schwarm von Bodenfahrzeugen patrouilliert entlang von Zäunen und Trassen unter Luftaufklärung; jeder Kontakt wird vom Bediener eingestuft.
- 1. Bodenfahrzeuge fahren die Perimeterroute; eine Aufklärungsdrohne überwacht das Vorfeld.
- 2. Bei Kontakt fordert das System eine Einstufung an.
- 3. Der Bediener wählt: Abfangen, als neutral markieren oder fortsetzen.
- 4. Die Bodenfahrzeuge laufen am Zielpunkt zusammen und kehren danach auf Patrouille zurück.
08 · Suche und Rettung mit Bedienerentscheidung
Ein Such- und Rettungsschwarm durchsucht ein Katastrophengebiet systematisch nach Vermissten. Bei optischem Kontakt prüft der Bediener vor dem Abstieg.
- 1. Der Suchschwarm fliegt ein wählbares Suchmuster über das Zielgebiet.
- 2. Bei optischem Sensorkontakt pausiert das System.
- 3. Der Bediener wählt: Bestätigen, Fehlalarm oder Weitersuchen.
- 4. Nach Bestätigung sinkt eine Drohne zur Identifikation aus der Nähe ab.
09 · Pfadfinder-Aufklärung
Eine Aufklärungsdrohne fliegt Korridore geländefolgend im Tiefstflug ab und übergibt die geprüfte Route an nachfolgende Formationen.
- 1. Die Sensornutzlast (LIDAR, SAR, UWB) wird aktiviert.
- 2. Der Späher fliegt den Korridor im Schutz des Geländes ab.
- 3. Die Sensorfusion an Bord erzeugt eine hochauflösende 3D-Hinderniskarte.
- 4. Der nachfolgende Schwarm nutzt den aufgezeichneten Pfad im Formationsflug.
10 · Planungskorridor (Lwiw → Kyjiw)
Abdeckung eines realen Großkorridors: 441 Wegpunkte über 764 km Flugstrecke mit dynamischem Formationsversatz im autonomen Transit.
- 1. Vollständige Missionsdatei mit Koordinaten, Höhen und Geschwindigkeiten.
- 2. Der Späher fliegt die Wegpunkte unter Einhaltung des taktischen Höhenprofils ab.
- 3. Der Begleitschwarm folgt mit einstellbarem seitlichem Versatz.
- 4. Die Mission endet mit einem geordneten Sammelpunkt am Zielort.
11 · Crashtest Schlangeninsel
Nahbereichsverteidigung: Eine ortsfeste Plattform erfasst Tiefflieger ausschließlich mit dem eigenen Radar, ohne externes Lagebild, und neutralisiert sie.
- 1. Die Plattform hält den Schwebeflug nahe dem Schutzobjekt.
- 2. Anfliegende Ziele nähern sich im extremen Tiefflug (für Radar schwer erfassbar).
- 3. Das Bordradar isoliert die Bedrohung auf kurze Distanz.
- 4. Ein schneller Abfänger startet und neutralisiert das Ziel vor dem Einschlag.
12 · Konvoi- und Einsatzkräfteschutz
Ein fahrender Konvoi mit mitgeführten Abfangdrohnen unter Führung einer Leitdrohne, die das Vorfeld nach Hinterhalten aufklärt.
- 1. Der Konvoi fährt; die Leitdrohne klärt die Marschstrecke auf.
- 2. Die Drohne erkennt ein Luftziel oder einen Flankenangriff und übergibt die Koordinaten.
- 3. Entscheidungspunkt: Autorisieren, Halten oder Abbruch.
- 4. Die Abfangdrohnen des Konvois neutralisieren die Bedrohung während der Fahrt.
13 · Störfester Schwarm
GNSS-Spoofing und Störsignale wurden in der Simulation binnen 3 Sekunden erkannt und verworfen; der Schwarm hält seine relative Formation über UWB und Inertialsensorik.
- 1. Ein Referenzanker spannt per UWB ein lokales Koordinatensystem auf.
- 2. GNSS wird gestört oder gefälscht und deterministisch verworfen.
- 3. Der Schwarm navigiert stabil über relative UWB-Ortung und optische Odometrie.
- 4. Bei Überschreitung eines Schwellenwerts entscheidet der Bediener über den Abbruch.
14 · Abfangen schneller Jet-Ziele im Verbund
Verteidigung gegen Hochgeschwindigkeitsziele durch koordinierte frontale Abfanggeometrie mehrerer Drohnenteams.
- 1. Radar und elektrooptische Weitbereichssensoren erfassen schnelle Anflugvektoren.
- 2. Das System pausiert für die abschließende Freigabe der Abfangteams.
- 3. Nach Freigabe fliegen die Teams vorausberechnete frontale Abfangkurse.
- 4. Gleichzeitige Neutralisierung vor Erreichen des Schutzbereichs.